Eine Vanilleschote ist zu schade, um nach dem Auskratzen im Müll zu landen. Hier zeigen wir, wie Sie das Mark sauber herausholen, wie viel Sie davon brauchen und was Sie aus der ausgekratzten Schote noch machen können.
Vanilleschote auskratzen: Schritt für Schritt
- Schote flach hinlegen. Legen Sie die Schote auf ein Brett und halten Sie sie am oberen Ende fest.
- Längs aufschneiden. Mit der Spitze eines kleinen, scharfen Messers die Schote der Länge nach aufschlitzen. Nur die obere Hälfte durchschneiden, nicht ganz durchtrennen.
- Aufklappen. Die beiden Hälften mit den Fingern leicht auseinanderdrücken.
- Mark herausstreifen. Den Messerrücken flach ansetzen und von oben nach unten durch beide Hälften ziehen. Das schwarze, klebrige Mark sammelt sich auf der Klinge.
Je praller und weicher die Schote ist, desto leichter geht das. Unsere Bourbon-Vanilleschoten aus Madagaskar haben eine Restfeuchte von 28–33 % und lassen sich deshalb gut aufschneiden. Eine harte, trockene Schote können Sie vorher 10 Minuten in warme Milch legen, dann wird sie wieder biegsam.
Wie viel Vanille brauche ich?
- Pudding, Vanillesoße, Milchreis: 1 Schote auf 500 ml Milch
- Kuchen- oder Plätzchenteig: das Mark von ½ bis 1 Schote pro Teig
- Creme brûlée, Panna cotta, Eis: 1 Schote auf 500 ml Sahne
Wer nicht auskratzen möchte, nimmt Vanillepulver aus gemahlenen Schoten: Etwa ½ Teelöffel ersetzt das Mark einer Schote.
Die ausgekratzte Schote weiterverwenden
In der leeren Schote steckt noch viel Aroma. So nutzen Sie es:
- Mitkochen: Geben Sie die Schote zusammen mit dem Mark in die Milch oder Sahne und lassen Sie sie mitziehen. Vor dem Servieren herausnehmen.
- Vanillezucker selber machen: Die Schote abspülen, gut trocknen lassen und in ein Glas mit 250 g Zucker stecken. Nach etwa zwei Wochen duftet der Zucker nach Vanille. Ganz trockene Schoten können Sie auch mit dem Zucker im Mixer fein mahlen. Drei Methoden mit Mengentabelle zeigt unser Artikel Vanillezucker selber machen.
- Vanillezucker auffrischen: Ein Glas Zucker, in das Sie jede ausgekratzte Schote stecken, wird mit der Zeit immer aromatischer.
- Vanille-Milch oder Kaffee: Eine Schote in ein Glas Milch legen und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.
- Vanilleextrakt ansetzen: Mit mehreren Schoten und Wodka oder Rum entsteht ein eigener Extrakt. Die Anleitung finden Sie in Vanilleextrakt selber machen.
Keine Zeit zum Selbermachen? Unser Bourbon-Vanillezucker mit echter Vanille ist fertig gemischt.
Vanilleschoten richtig aufbewahren
Lagern Sie die Schoten in einem gut schließenden Glas oder einer Dose, kühl und dunkel, aber nicht im Kühlschrank. So bleiben sie lange weich und aromatisch. Bildet sich nach einiger Zeit ein feiner, weißer Glitzer auf der Schote, sind das meist Vanillinkristalle und ein Zeichen für gute Qualität. Warum wir unsere Schoten bewusst nicht vakuumieren, lesen Sie hier.
Woran erkenne ich gute Vanilleschoten?
- Sie sind dunkelbraun bis schwarz und glänzen leicht ölig.
- Sie sind prall und biegsam, nicht hart oder brüchig.
- Sie duften schon beim Öffnen der Verpackung intensiv.
Unsere Schoten kommen direkt von unserer Vanillebauernfamilie aus Madagaskar. Zu den Bourbon-Vanilleschoten
