Vanillezucker mit gemahlener Bourbon-Vanille aus Madagaskar

Vanillezucker selber machen: 3 einfache Methoden mit echter Vanille

Selbst gemachter Vanillezucker schmeckt nach echter Vanille statt nach Aroma und ist in wenigen Minuten fertig. Sie brauchen nur Zucker und eine Vanilleschote, oft reicht sogar die ausgekratzte Schote vom letzten Pudding. Hier finden Sie drei einfache Methoden, die passenden Mengen und Ideen für Vanillezucker als Geschenk aus der Küche.

Das Wichtigste in Kürze

  • Sofort fertig: 250 g Zucker mit dem Mark von 1 Vanilleschote verreiben.
  • Ohne Aufwand: 1–2 Vanilleschoten in ein Glas mit 250 g Zucker stecken und 1–2 Wochen ziehen lassen.
  • Am intensivsten: 250 g Zucker mit 1 Teelöffel Vanillepulver mischen.
  • Umrechnung: 1 Päckchen Vanillezucker (8 g) entspricht etwa 2 gestrichenen Teelöffeln selbst gemachtem Vanillezucker.

Was Sie brauchen

  • 250 g Zucker: Weißer Zucker schmeckt neutral, Rohrohrzucker gibt eine leicht karamellige Note, Puderzucker eignet sich zum Bestäuben und für Vanillekipferl.
  • Vanille: 1 Bourbon-Vanilleschote oder 1 Teelöffel Vanillepulver.
  • Ein Schraubglas: sauber und vollständig trocken, mit dicht schließendem Deckel.
  • Für Methode 1 eine Schüssel oder einen kleinen Mixer.

Methode 1: Mit Vanillemark (sofort fertig)

  1. Mark herauskratzen: Die Schote längs aufschneiden und das Mark mit dem Messerrücken herausstreifen. Wie das am besten geht, zeigen wir in Vanilleschote auskratzen und weiterverwenden.
  2. Mark verreiben: Das Mark mit 2 Esslöffeln Zucker in einer Schüssel mit den Fingerspitzen oder einem Löffel verreiben, bis sich die schwarzen Pünktchen gleichmäßig verteilt haben. Das Mark ist klebrig und bleibt sonst als Klümpchen zurück.
  3. Restlichen Zucker untermischen: Den übrigen Zucker dazugeben und gründlich mischen. Mit einem Mixer geht es noch schneller: alles 10–15 Sekunden auf kleiner Stufe mixen.
  4. Abfüllen: Den Zucker ins Glas füllen und die ausgekratzte Schote dazustecken. Sie gibt in den nächsten Wochen weiter Aroma ab.

Der Zucker ist sofort verwendbar und wird nach ein paar Tagen im Glas noch aromatischer. Wirkt er nach dem Mischen etwas feucht, lassen Sie ihn vor dem Verschließen ein paar Stunden offen auf einem Teller trocknen.

Methode 2: Mit der Schote im Glas (ohne Aufwand)

  1. Den Zucker ins Glas füllen.
  2. 1–2 Vanilleschoten hineinstecken. Ganze Schoten vorher längs aufschlitzen, damit das Aroma besser in den Zucker übergeht.
  3. Das Glas verschließen, ab und zu schütteln und 1–2 Wochen ziehen lassen.

Das ist die sparsamste Methode: Jede Schote, die Sie für Pudding, Milchreis oder Vanillesoße auskratzen, kommt danach ins Zuckerglas. Schoten, die in Milch oder Sahne mitgekocht wurden, kurz abspülen und ein bis zwei Tage vollständig trocknen lassen, sonst klumpt der Zucker. Ist das Glas fast leer, füllen Sie einfach Zucker nach. So haben Sie immer Vanillezucker im Haus, der Sie fast nichts extra kostet.

Methode 3: Mit Vanillepulver (am intensivsten)

Vanillepulver aus gemahlenen Schoten enthält die ganze Schote, also Mark und Hülle. Der Zucker wird damit besonders aromatisch und bekommt die typischen dunklen Pünktchen.

  1. 250 g Zucker und 1 gestrichenen Teelöffel Vanillepulver in das Glas geben.
  2. Das Glas verschließen und kräftig schütteln, bis alles gleichmäßig verteilt ist.

Fertig. Wer es noch kräftiger mag, nimmt 2 Teelöffel.

Mengen auf einen Blick

Zucker Mark (Methode 1) Schoten im Glas (Methode 2) Vanillepulver (Methode 3)
100 g ½ Schote 1 Schote ½ TL
250 g 1 Schote 1–2 Schoten 1 TL
500 g 2 Schoten 2–3 Schoten 2 TL
1 kg 4 Schoten 4–5 Schoten 4 TL

Vanillezucker mit Puderzucker

Zum Wälzen von Vanillekipferl oder zum Bestäuben von Stollen ist Vanille-Puderzucker ideal. Puderzucker zieht allerdings schneller Feuchtigkeit und klumpt leichter. Nehmen Sie deshalb Methode 2 oder 3 und verschließen Sie das Glas immer gut. Klümpchen streichen Sie vor dem Gebrauch einfach durch ein feines Sieb.

Wie lange hält selbst gemachter Vanillezucker?

Zucker verdirbt nicht. In einem dicht verschlossenen Glas, trocken und dunkel gelagert, bleibt das Vanillearoma viele Monate erhalten. Am besten verbrauchen Sie den Zucker innerhalb eines Jahres. Greifen Sie nur mit einem trockenen Löffel hinein, dann bleibt er rieselfähig. Die Schote darf im Glas bleiben.

Vanillezucker oder Vanillinzucker: Was ist der Unterschied?

Im Supermarkt stehen meist zwei Sorten nebeneinander. Vanillinzucker wird mit dem Aromastoff Vanillin aromatisiert und enthält in der Regel keine echte Vanille. Vanillezucker enthält echte Vanille, allerdings in sehr unterschiedlicher Menge: Bei einem Test der Stiftung Warentest hatten nur 3 von 10 Vanillezuckern einen guten oder sehr guten Vanillegehalt (test 12/2021).

Wenn Sie den Zucker selbst machen, wissen Sie genau, was drin ist. Und wenn es schnell gehen soll: Unser Bourbon-Vanillezucker besteht aus Rohrohrzucker und 8 % gemahlener Vanilleschote, sonst nichts. In jeder Packung steckt zusätzlich eine ganze Schote.

Vanillezucker als Geschenk aus der Küche

In kleinen Gläsern mit einer sichtbaren Vanilleschote ist selbst gemachter Vanillezucker ein schönes Mitbringsel für die Adventszeit. So wird er zum Geschenk:

  • Kleine Gläser mit 100–200 ml Inhalt füllen und je eine Schote senkrecht an den Glasrand stellen.
  • Ein Etikett mit Inhalt und Datum aufkleben, zum Beispiel „Vanillezucker mit Bourbon-Vanille aus Madagaskar“.
  • Für eine weihnachtliche Variante eine Zimtstange oder ein Stück getrocknete Orangenschale mit ins Glas geben.
  • Ein Rezept dazulegen, etwa unser Vanillekipferl-Rezept.

Für mehrere Gläser lohnt sich eine größere Packung: Mit 10 Vanilleschoten füllen Sie nach Methode 2 zehn Gläser. Wer lieber fertig verschenkt, findet bei uns das Geschenkset mit Vanilleschoten und Vanillezucker.

Häufige Fragen

Wie viel selbst gemachter Vanillezucker entspricht einem Päckchen?

Ein Päckchen Vanillezucker wiegt 8 g. Das sind etwa 2 gestrichene Teelöffel.

Kann ich ausgekratzte Vanilleschoten verwenden?

Ja, dafür sind sie ideal. In der leeren Schote steckt noch viel Aroma. Wichtig ist nur, dass sie vollständig trocken ist, bevor sie in den Zucker kommt.

Warum klumpt mein Vanillezucker?

Fast immer ist Feuchtigkeit der Grund: frisches Mark, eine nicht ganz trockene Schote oder ein feuchter Löffel. Lassen Sie den Zucker ein paar Stunden offen trocknen und schütteln Sie ihn dann gut durch. Am Geschmack ändert das nichts.

Kann ich auch braunen Zucker nehmen?

Ja. Rohrohrzucker oder brauner Zucker ergeben einen Vanillezucker mit leicht karamelligem Geschmack, der gut zu Kaffee, Weihnachtsgebäck und Bratäpfeln passt.

Noch mehr Vanille für die Weihnachtszeit: In unserem Artikel Vanilleextrakt selber machen zeigen wir, wie Sie aus Vanilleschoten und Wodka oder Rum einen eigenen Extrakt ansetzen. Zu den Bourbon-Vanilleschoten aus Madagaskar


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